SAAS-FEE | Crowdfunding-Aktion für Wintercard 2017/18 im Endspurt Weit weg von 77’777 verkauften Skipässen – Walliser Bote 15.04.17

0
619

Quelle: https://www.1815.ch/news/wallis/aktuell/weit-weg-von-77777-verkauften-skipaessen-20170415-0/

Hammer-Aussichten? Die erste Abo-Aktion in Saas-Fee hat funktioniert – jetzt gehe es darum, weitere Signale zu setzen. 
Foto: FOTOS KEYSTONE/WB

Skifahrer und Snowboarder auf der Piste am ersten Wochenende der diesjaehrigen Wintersportsaison, fotografiert am Sonntag, 4. Dezember 2016 in Saas-fee. (KEYSTONE/Manuel Lopez)

Bis jetzt haben die Saastal Bergbahnen rund 50’000 Wintercards für die Saison 2017/18 verkauft. Es bleibt nur noch eine Woche Zeit, um das geforderte Minimum von 77’777 Skipässen zu erreichen.

«Wir sind einigermassen im Plan und zuversichtlich, dass es reichen wird. Letztes Jahr zog die Aktion gegen Schluss nochmals stark an. So hoffen wir, dass dieser Effekt wieder eintreten wird», sagt Urs Zurbriggen, stellvertretender Direktor der Saastal Bergbahnen. Aber auch seitens der Wiederverkäufer käme sicher noch etwas hinzu. Zudem erhoffe man sich weitere Kartenverkäufe durch die Zusammenarbeit mit den Bergbahnen Hohsaas, die dieses Jahr auch mit an Bord sind.

Wie Gilberto Loacker, Projektleiter Wintercard, im Februar 2017 an einer Infoveranstaltung in Saas-Grund anmerkte, haben die Saastal Bergbahnen noch rund 10’000 Karten von Personen in der Hinterhand, die letztes Jahr Mehrjahresabos kauften. Diese würden zu gegebener Zeit in den Ticker eingespeist.

Auf die Frage, ob dies bereits erfolgt sei, sagt Zurbriggen: «Das weiss ich ehrlich gesagt nicht. Indes ist es mir wichtig zu sagen, dass sämtliche im Ticker angezeigten Wintercards effektiv physisch verkauft worden sind.» Am Vorwurf, der Ticker werde manipuliert, sei nichts dran. Ferner dementiert Zurbriggen das Gerücht um einen grosszügigen Gönner, der Wintercards für fünf Millionen Franken gekauft haben soll: «Wir wären froh, wenn das stimmen würde. Leider ist dies nicht der Fall.»

Hotels und Restaurants sollen Preise senken

Letzten Winter haben die Saastal Bergbahnen rund 75’000 Skicards verkauft. «Das ist unsere Schmerzgrenze, das Minimum, das wir haben müssen», so Zurbriggen. Die offiziellen Zahlen der Saison 2016/2017 liegen zwar noch nicht vor. Doch wird sich die Umsatzsteigerung laut Zurbriggen in einer Grössenordnung von rund 20 Prozent bewegen. «Allerdings wird dieser Mehrumsatz durch die ganzen Marketingausgaben wieder ausgeglichen.» Unter dem Strich bleibe plus/minus eine schwarze Null. Was aber nicht weiter tragisch sei, da die Aktion eine Wertschöpfungskette in der ganzen Destination generiert habe. Das Ski-Abo stellt in einem Winterurlaub den kleinsten Kostentreiber dar. So sind Ferien in Saas-Fee nach wie vor teurer als in vergleichbaren Destinationen im Ausland. Beim ersten Mal hat der Hammerdeal funktioniert. Ob die Rechnung auch aufgeht, nachdem die Gäste realisiert haben, dass sie unter dem Strich nach wie vor mehr bezahlen als im Ausland, ist fraglich. Zudem dürfte es schwierig werden, die touristischen Leistungsträger dazu zu bewegen, etwas von der neu gewonnenen Wertschöpfung an die Bergbahnen abzutreten.Dessen ist sich auch Zurbriggen bewusst: «Für die kommende Saison wollen wir ein Signal setzen, dass auch die Preise um die Bergbahnen herum billiger werden. Konkret möchten wir zwei Zusatzprodukte aufschalten, die dem Gast den Urlaub vergünstigen. Auf Wunsch kann dann ein entsprechendes Upgrade zur Wintercard gemacht werden. In diesem Zusammenhang suchen wir derzeit aktiv das Gespräch mit der Hotellerie, Parahotellerie sowie den Gastwirten.» Letztlich könnten die Bergbahnen nur Vorschläge machen. Entscheiden müssten die Leistungsträger, ob sie den Gästen entgegenkommen wollen.Martin Kalbermatten15. April 2017, 09:02

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein